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Ehrenamt


Seit 2003 arbeiten in der Zentralen Schuldnerberatung Stuttgart ehrenamtlich Engagierte mit. Ihnen steht ein Hauptamtlicher als Koordinator für ihre Ausbildung, Einarbeitung und ständige Begleitung zur Verfügung. So konnte bis 2008 ein Team von 17 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgebaut werden, die die Arbeit der Hauptamtlichen unterstützen und ergänzen, aber auch an Projekten mitwirken.

Die Ehrenamtlichen haben vielfach bankähnliche oder kaufmännische Berufe. Dieses Hintergrundwissen ergänzt das Know-How der Schuldnerberatung bei Problemen mit Banken, Immobilienfinanzierungen und Steuerschulden. Ihre große Lebenserfahrung durch soziale Engagements, Familie und Haushalt bietet die ideale Grundlage, überschuldeten Menschen Unterstützung bei Haushaltsführung und Budgetplanung zu geben.

Die Ausbildung erfolgt im Rahmen einer Schulungsreihe, die speziell für die Bedürfnisse der Zentralen Schuldnerberatung konzipiert wurde und die auf die individuellen Fähigkeiten der Ehrenamtlichen Rücksicht nimmt. Hospitationen, Einzelgespräche und Fallarbeit gehören zum ständigen Unterstützungsrepertoire. Jährlich findet ein selbstorganisiertes mehrtägiges Seminar statt, bei dem mit Unterstützung von Fachreferenten Schwerpunktthemen vertieft bearbeitet werden.

Die Ehrenamtlichen sind ein hoch geschätzter Bestandteil des Gesamtteams. Sie erhalten für ihr Engagement keine finanziellen Zuwendungen außer einer Fahrkostenerstattung. Umso wichtiger ist uns die Anerkennung und Honorierung ihres Engagements, was wir durch kulturelle Gemeinschaftsveranstaltungen und kleine Geburtstagspräsente zum Ausdruck bringen.

Unsere Erfahrungen in der Arbeit mit Ehrenamtlichen sind maßgeblich eingeflossen in einem Leitfaden, der in der Reihe „DiakonieTexte / Handreichung / 03.2007“ unter dem Titel „Ehrenamtlich Engagierte in der Schuldnerberatung“ erschienen ist. Der Text ist im Internet frei zugänglich und steht Ihnen unter www.diakonie.de/Texte als pdf-Datei zum Download zur Verfügung

Interessierte an einer ehrenamtlichen Mitarbeit sollten folgende Voraussetzungen mitbringen: Positives und vorurteilsfreies Menschenbild, gute Zuhöreigenschaften, viel Geduld, Ertragen von Misserfolgen, stabile persönliche Situation, sicherer Umgang mit Nähe und Distanz, Vorkenntnisse aus sozialen, hauswirtschaftlichen, bankähnlichen oder kaufmännischen Berufen sind erwünscht. Das Team der Ehrenamtlichen wird erst nach dem Ausscheiden bisheriger Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter durch neue Interessierte ergänzt.

Kontakt: schuldnerberatung {at} stuttgart.de

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Bundesverdienstkreuz für Ehrenamtliche der Zentralen Schuldnerberatung Stuttgart

Für ihr besonderes Engagement in der Schuldnerberatung hat Dr. Barbara-Sabine von der Heydt-von Kalckreuth das Bundesverdienstkreuz erhalten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat es ihr sowie 21 weiteren Bürgerinnen und Bürgern im Neuen Schloss in Stuttgart für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement überreicht. Anlass war der Internationale Tag des Ehrenamtes, der am 5. Dezember begangen wird. Als eine der ersten Ehrenamtlichen der Zentralen Schuldnerberatung Stuttgart begleitet die studierte Romanistin seit 2004 Menschen, deren Finanzen in erhebliche Schieflage geraten sind. „Demokratie lebt nicht vom Zuschauen, sondern vom Mitmachen“, sagte der Ministerpräsident bei der Übergabe des Ordens am 2. Dezember 2017.

Ein Projekt über die „Schuldenfalle Handy“ war der Einstieg in die Schuldnerberatung für die vierfache Mutter und zweifache Großmutter, die in Wernau lebt. Ihr besonderes Interesse bei der Zentralen Schuldnerberatung Stuttgart gilt der Arbeit mit Jugendlichen; deshalb hat sie sich hier in Präventionsprojekten wie „Schuldenfrei. Zukunft frei.“ und „One Week. No Media!“ engagiert. Außerdem konnte sie diese Zielgruppe während ihrer Sprechstunden in einem Stuttgarter sozialen Brennpunkt und bei mehreren Aktionswochen erreichen.

Ihr Ziel ist, das Leben ihrer Klientinnen und Klienten wieder einigermaßen ins Lot zu bringen. Dabei ist sie sehr geduldig und empathisch. Sie vermittelt den Klienten, wie sie selbständig ihren Alltag strukturieren und ihr Haushalts-Budget planen können, zum Beispiel mit einem Haushaltsbuch oder Terminkalender. Ihr Einsatz für die Klienten ist besonders engagiert, wenn es darum geht, deren Rechte und Ansprüche durchzusetzen, beispielsweise bei Sozialleistungsträgern. Darüber hinaus bringt sie ihre persönlichen Erfahrungen dabei ein, das Konzept der ehrenamtlichen Schuldnerberatung weiterzuentwickeln. Auch für den Landkreis Esslingen ist sie ehrenamtlich in der Schuldnerberatung tätig; auch hier hat sie ein Freiwilligen-Projekt mitkonzipiert.

Oben im Bild: Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Dr. Barbara-Sabine von der Heydt-von Kalckreuth 

Bildquelle: Staatsministerium Baden-Württemberg